3.2 Prinzipien der Kreislaufwirtschaft
Kreislaufwirtschaft ist sehr viel mehr als Recycling. Grundlegende Prinzipien der Kreislaufwirtschaft sind: den Verbrauch an Primärrohstoffen zu minimieren, indem zum Beispiel Produkte entweder überflüssig werden und existierende Produkte möglichst lange in Verwendung bleiben, repariert werden oder wenn dies nicht mehr möglich ist, Teile oder Materialien in anderen Produkten weiterverwendet werden. Erst wenn dies nicht mehr möglich ist, werden die Produkte recycelt und der Rest thermisch verwertet. Vielfach werden im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft die 4 Rs (Reduce, Reuse, Remanufacture und Recycling) genannt. In der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie geht man weiter und legt eine 10 R Strategie fest, wie Sie in der folgenden Grafik im Detail nachlesen können:

Um die hier beschriebenen Prinzipien umsetzen zu können, ist zum einen ein Denken in Systemen notwendig, vor allem aber bedeutet es, dass Produktdesign als Schlüsselfaktor wahrgenommen werden muss, denn ob ein Produkt reparierbar und langlebig ist oder ob ein „Material recycelt werden kann, entscheidet sich bereits bei der Produktherstellung (siehe Gelinsky, K., 2023). Beispiel dafür sind Batterien: sind sie im Gerät verschweißt, findet kein Recycling der Batterie statt (siehe Gelinsky, K., 2023).
Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie diskutiert in seinem „Digitalen Zukunftssalon“ diese zentrale Rolle von Produktdesign:
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