Ökologischer Rucksack

Wie viel wiegt ein Laptop, 3 kg oder 300 kg? Wenn man den Laptop zusammen mit seinem ökologischen Rucksack wiegt, kommt man leicht auf 300 kg. Jedes Produkt trägt einen ökologischen Rucksack mit sich herum. Darin sind alle Ressourcen enthalten, die gebraucht werden, um das Produkt herzustellen, zu nutzen und zu entsorgen. Für den Laptop werden beispielsweise Metalle gebraucht, für deren Abbau wiederum andere Ressourcen benötigt werden, z. B. Wasser, Energie, Maschinen usw. Die Herstellung und der Transport des Laptops beanspruchen ebenfalls Ressourcen; wenn man ihn verwendet, verbraucht er Energie, und die Entsorgung ist auch aufwendig – das alles zusammen ergibt einen ökologischen Rucksack von rund 300 kg.
Dieselbe Rechnung kann man mit allen Produkten und Dienstleistungen machen: Für 1 kg Papier werden 15 kg Ressourcen gebraucht, ein Handy hat einen 75 Kilo schweren ökologischen Rucksack (Verbraucherzentrale NRW).
Die Menge an Ressourcen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung braucht, wird auch mit der MIPS-Methode (Material-Input pro Service-Einheit) bewertet. Die MIPS-Methode wurde in den 1990er Jahren entwickelt. Sie stellt ein Maß zur Abschätzung des Potenzials von Umweltbelastungen dar und soll dabei unterstützen den Ökologischen Rucksack zu verkleinern.
Dabei wird berechnet, wie viel an Materialien für eine bestimmte Menge eines Produkts oder einer Dienstleistung gebraucht werden (z. B. pro Quadratmeter). Man kann z. B. den Verbrauch von nachwachsenden und von nicht nachwachsenden Materialien, von Wasser und von Luft getrennt bemessen.
Der ökologische Rucksack bzw. die MIPS-Analyse zeigt sehr anschaulich, dass für jedes Produkt viel mehr Ressourcen gebraucht werden, als man glaubt. Wenn man verschiedene Rucksäcke miteinander vergleicht, kann man sich auch besser für die umweltfreundlichere Variante entscheiden.
Was verkleinert den ökologischen Rucksack eines Produkts? Prinzipiell gilt: Möglichst wenig Material und möglichst wenig Energie verbrauchen. Transportwege sollten kurz sein, die Lebensdauer des Produkts lang. Es ist auch gut, wenn man Einzelteile oder das ganze Produkt wiederverwerten kann.
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Hinweise zur Namensnennung/Zitierweise:
Texte: Autor_innen des Lernfelds/ Fallbeispiel/ Kurswoche, Erscheinungsjahr, Titel des Lernfelds/ Fallbeispiel/ Kurswoche. Hrsg.: e-genius – Initiative offene Bildung, www.e-genius.at”
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