2.1 Ausgangssituation

Die Europäische Kommission (2021) lässt in ihrem Aktionsplan für eine Kreislaufwirtschaft keinen Zweifel daran, dass sowohl beim Verbrauch als auch beim Abfallaufkommen eklatante Missverhältnisse herrschen. Es wird so gewirtschaftet, dass bis 2050 der weltweite Verbrauch von Materialien (Biomasse, Metalle und Mineralien) ein Niveau erreicht haben wird, als stünden die Ressourcen dreier Erden zur Verfügung. So wird beispielsweise das jährliche Abfallaufkommen bis 2050 voraussichtlich um 70% steigen.
Es ist also davon auszugehen, dass sich dieses Missverhältnis weiter verstärken wird, wenn nicht Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Wenn vollständig oder teilweise funktionelle Produkte weggeworfen werden, weil sie nicht reparierbar sind, die Batterie nicht ersetzt werden kann, die Software nicht mehr unterstützt wird, oder wenn in diesen Geräten verarbeitete Materialien nicht zurückgewonnen werden, gehen Werte verloren.“ (siehe Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft, 2020: 8)
Wie bereits in Wocheneinheit 1 ausführlich behandelt, ist ein Übergang zur Kreislaufwirtschaft unabdingbar, denn der hohe Ressourcenverbrauch und die Umweltschäden, die aus der linearen Wirtschaftsweise resultieren, sind weder mit den Klimazielen oder dem Umweltschutz vereinbar, noch mit einer langfristigen Strategie in Bezug auf Rohstoffsicherheit vereinbar.
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