Skip to main navigationSkip to main contentSkip to page footer
Bildung in Technik und Naturwissenschaften
Voraussetzungen zur Erreichung eines Jahresüberschusses

5.1.1 Vertiefung zum hocheffizienten Bauen

Gebäudehülle

Im Dachbereich sind Konstruktionen mit U-Werten von 0,14 W/(m²K) sinnvoll, nach unten kann der U-Wert gegen dasd Erdreich etwas höher liegen, Fenster werden standardmäßig mit hochwertiger Dreischeibenverglasung und gedämmten Rahmen ausgeführt, also mit einem Uw von ca. 0,8 W/(m²K). Die U-Werte in der Fassade können bei 0,15 W/(m²K) liegen, bei Entwürfen mit kompakten Gebäuden wird Passivhausqualität dann sogar mit U-Werten bis zu 0,18 W/(m²K) erreicht. Dazu kommt eine nahezu wärmebrückenfreie Konstruktion (Zielwert DUWB ≤ 0,02 W/(m²K), bei optimierten Gebäuden DUWB ≤ 0,0 W/(m²K)) und ein Zielwert für die Luftdichtheit von n50 ≤ 0,6 h-1.

Sommerlicher Wärmeschutz und Kühlen

Die Planung des sommerlichen Wärmeschutzes muss hochwertig erfolgen und u. a. folgende Aspekte berücksichtigen: Optimierte Fensterflächen mit gutem winterlichen aber geringem sommerlichen Ertrag, aktive Verschattung zum Ausgleich möglicher Defizite und hohe Masse der raumzugewandten Konstruktionen. Zudem kann eine aktive Temperierung sehr effizient in Wärmepumpenkonzepte eingebunden werden. Besonders kostengünstig ist dies bei einem erdgekoppelten Primärkreis der Wärmepumpe erzielbar. Die Erdkühle reicht aus, um die Temperatur über die Flächenaktivierung um einige Grade zu reduzieren. Zugleich wird damit der Primärkreis aufgeladen.

Warmwasserbereitung und Prozesswärme

Bei hocheffizienten Wohngebäuden liegt der Bedarf für die Warmwasserbereitung über das Jahr höher als für das Heizen. Deshalb ist ein effizientes System ohne hohe Verteilverluste von hoher Bedeutung. Zentrale wärmepumpenbasierte Systeme können sinnvoll sein in Verbindung mit Ultrafiltration, sodass die Vorlauftemperatur der Verteilleitung nicht bei 65 °C liegen muss, sondern deutlich niedriger. Alternativ ermöglicht die zukünftig elektrobasierte Versorgung dezentrale Lösungen. Entweder als Mini-Wärmepumpen mit kleinem Speicher pro Wohnung, Durchlauferhitzer in Verbindung mit Dusch-Wärmerückgewinnung o. ä.