1.2 Prognosen
In den letzten 50 Jahren hat es keine längere Phase der Stabilisierung oder des Rückgangs der globalen Materialnachfrage gegeben. Der Club of Rome hat bereits im Jahr 1972 in seinem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ darauf hingewiesen, dass „wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht werden.“ (siehe Wikipedia)
Diese Studie hat jedoch nicht zu einem Umdenken geführt, ganz im Gegenteil, die globale Rohstoffgewinnung wuchs in den letzten Jahrzehnten rasant: Im Jahr 1970 betrug die Förderung noch 27 Milliarden Tonnen und steigerte sich im Jahr 2017 auf 92 Milliarden Tonnen, wobei zehn Volkswirtschaften für über 68% der weltweiten Förderung verantwortlich sind und Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen immerhin noch für 56%. (IRP, 2019: 126)
Dabei spielen zwei wesentliche Dynamiken eine Rolle: die steigende Nachfrage nach dem Aufbau neuer Infrastruktur, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern, und die Auslagerung der material- und energieintensiveren Stufen der Produktionsketten durch Länder mit höherem Einkommen in Länder mit niedrigerem Einkommen. (siehe IRP, 2019)
Hoch relevant für die Klimapolitik ist bei dieser Entwicklung, dass die Gewinnung und Verarbeitung natürlicher Ressourcen etwa 50% der gesamten Treibhausgasemissionen ausmachen. Zudem stehen Ressourcen nicht unendlich zur Verfügung. Wenn sich der Trend bei den ressourcenbezogenen Auswirkungen fortsetzt, werden nicht nur die Pariser Klimaziele nicht zu erreichen sein mit all den Folgen wie Überhitzung der Städte, Schwerregenereignisse, Verlust an biologischer Vielfalt, sondern auch Rohstoffknappheit eintreten. Das bezieht sich nicht nur Seltende Erden, sondern auch auf „banale“ Rohstoffe wie Sand und Kiese.
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