2.3.1 Zielsetzungen
Um in Österreich bis zum Jahr 2030 eine Trendwende herbeizuführen, sind in der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie (Kreislaufwirtschaftsstrategie, 2022) folgende Ziele definiert:
- Der Material-Fußabdruck (MF) soll bis 2050 auf 7 Tonnen pro Kopf und Jahr gesenkt werden.
- Der inländische Materialverbrauch (DMC) soll bis 2030 auf 14 Tonnen pro Kopf und Jahr gesenkt werden.
Die Ressourcenproduktivität soll bis 2030 im Vergleich zu 2015 um 50% steigen, ohne dass ressourcenintensive Produktionsprozesse ins Ausland verlagert werden.
Bis 2030 soll die Zirkularitätsrate 18% erreichen (derzeit liegt sie noch bei 12%). Erreicht werden soll diese Steigerung, indem einerseits der Materialeinsatz um rund 20% reduziert wird und andererseits das Recycling um etwa 10% verglichen mit 2020 erhöht wird.
Als Indikator für den Materialverbrauch im privaten Konsum dient derzeit das Aufkommen von Siedlungsabfällen, das nach wie vor ansteigt (+ 8% von 2015 bis 2019), stärker als das Bevölkerungswachstum (+ 3%). Ziel ist es, dass Konsument_innen ihre Bedürfnisse mit einem geringeren Materialverbrauch befriedigen und das Pro-Kopf-Aufkommen von Siedlungsabfällen im entsprechenden Ausmaß sinkt (Referenzjahr 2020). (siehe Kreislaufwirtschaftsstrategie, 2022)
Transformationsschwerpunkte
Analog zum EU-Aktionsplan Kreislaufwirtschaft sind in der Kreislaufstrategie folgende sieben Transformationsschwerpunkte festgelegt:
- Bauwirtschaft und Infrastruktur
- Mobilität
- Kunststoffe und Verpackungen
- Textilwirtschaft
- Elektro- und Elektronikgeräte, Informations- & Kommunikationstechnologien
- Biomasse
- Abfälle und Sekundärressourcen
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