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Bildung in Technik und Naturwissenschaften

5.4 Bewertung von Zirkularität

Wie in Woche 2 bereits beschrieben wurde, weisen die einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedliche Werte bei der Zirkularitätsrate (CMU) auf. Diese Abweichung „ist allerdings nicht nur durch Unterschiede bei Rohstoffkonsum und Abfallmanagement zu erklären, sondern auch durch Unterschiede bei der Erfassung und der Zuordnung von Abfällen. So ordnen die Niederlande beispielsweise Verfüllung dem stofflichen Recycling zu, was natürlich zu einem deutlichen Anstieg der CMU führt.“ (Dittrich, M. & al., 2021: 38)

(Dittrich, M. & al., 2021: 23) weisen jedoch darauf hin, dass die CMU angesichts der gegenwärtig vorliegenden Datenlage ein pragmatischer Schritt ist, um den Beitrag der Sekundärrohstoffe an der Gesamtrohstoffnachfrage in allen EU-Ländern vergleichbar messen zu können. Der Nachteil ist jedoch, dass die CMU unterstellt rezyklierte Materialien im In- und Ausland würden auch tatsächlich eingesetzt werden, was nicht zwingend gegeben ist. Die Problematik liegt auch darin, dass beispielsweise auch exportierte Recyclingstoffe, die im Ausland unsachgemäß behandelt werden, die CMU erhöhen (siehe Dittrich, M. & al., 2021: 23).

(Dittrich, M. & al., 2021) argumentieren auch, dass die Schwäche der CMU auch darin liegt, dass alle Abfälle, die einer Sortier- oder Recyclinganlage zugeführt werden, bereits als recycelt gelten und Verluste in der Sortierung und im Recycling, Verunreinigungen, Fehlwürfe, etc. in der Regel nicht herausgerechnet würden. Die recycelte Abfallmenge somit überschätzt ist.

Eine Alternative zur CMU stellt die Substitutionsquote dar. „Diese berücksichtigt im Gegensatz zur CMU nur die Rezyklate, die tatsächlich zur Produktion neuer Güter wieder eingesetzt wird. Sie bildet die Kreislaufwirtschaft daher besser ab, jedoch fehlt es aktuell an einer robusten Datengrundlage für eine umfassende Berechnung der Substitutionsquote.“ (Dittrich, M. & al., 2021)

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