4.6 Mobilität, Fahrzeuge und Batterien

Der Mobilitätssektor ist, so wie alle in dieser Woche behandelten Schlüsselbereiche, äußerst ressourcenintensiv. Der VCÖ (2022) rechnet vor, dass ein Pkw durchschnittlich 1,5 Tonnen wiegt. „Der größte Anteil mit über 46% ist Stahl, über 13% jeweils Aluminium und Kunststoffe. Rund 15 Kilogramm Kupfer werden verbaut. Der gesamte Ressourcenverbrauch für die Produktion liegt im Schnitt bei 70 Tonnen Material und Ressourcen. Insgesamt entstehen bei der Herstellung etwa zehn bis elf Tonnen Treibhausgas-Emissionen je Pkw. In Österreich wurden in den vergangenen fünf Jahren mehr als 1,3 Millionen Pkw neu zugelassen“ (VCÖ, 2022: 3). Die Lebensdauer ist mit durchschnittlich 15 Jahren relativ kurz.

In einer kreislauforientierten Wirtschaft müsste der Material- und Energieaufwand reduziert werden, d.h. kleinere Autos gebaut werden, im Moment ist der Trend allerdings ein gegenläufiger. Je größer bzw. schwerer ein PKW ist, umso höher sind die CO₂ Emissionen (VCÖ, 2022) bzw. umso höher ist der Ressourcenverbrauch und zwar unabhängig ob Verbrenner-Pkw oder E-Pkw. Hinzu kommt, dass im Durchschnitt benötigt die Batterie eines mittelgroßen Elektro-SUV etwa ein Viertel mehr kritische Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt als die eines Elektro-Autos der – kleineren – Kompaktklasse.“ (VCÖ, 2022: 4)
In der Fahrzeugherstellung liegt also ein erhebliches Einsparungspotenzial. „Einsparungspotenziale“ bieten sich auch in der Reduktion der Anzahl der Fahrzeuge, z.B. durch Sharing-Modelle.
Eine Berücksichtigung der R-Strategien bedeutet auch eine Erhöhung der Lebensdauer, die jedoch auch von den Software-Updates abhängt. Hier sind die Hersteller gefordert, Software-Updates für einen längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen.
Erst wenn die in der Grafik genannten Punkte „1. Refuse“ – „8. Repurpose“ nicht mehr möglich sind, werden in einer KLW die Komponenten verwertet bzw. als Sekundärrohstoffe genutzt und nur ein geringer Anteil wird thermisch verwertet. Daraus folgt: Auch in diesem Segment ist die Designphase entscheidend, um alle Möglichkeiten hinsichtlich Effizienz, Lebensdauer, Reparierfähigkeit und einfache Rückgewinnung von Komponenten und Materialien ausschöpfen zu können. (siehe VCÖ, 2022)
Ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung KLW ist es, bei den in der Elektromobilität verwendeten Batterien die Kreislaufpotenziale zu steigern (die Kommission wird in naher Zukunft einen neuen Rechtsrahmen für Batterien vorschlagen); erreicht werden soll eine Erhöhung des Rezyklatanteils sowie eine Sicherstellung der Rückgewinnung wertvoller Materialien. Insgesamt sollen die in der EU in Verkehr gebrachten Batterien über ihren gesamten Lebensweg hinweg nachhaltig, kreislauffähig, hochleistungsfähig und sicher sind sowie gesammelt und umgenutzt werden. Sobald nämlich Lithium-Ionen-Akkus nur noch ca. 80% ihrer Gesamtkapazität aufweisen, sind sie nicht mehr für die anspruchsvollen Mobilitätsanwendungen geeignet; sie verfügen aber noch über ausreichend Energie für Speicher-Anwendungen, z.B. in Batteriespeichersystemen.
Im Projekt SecondLifeBatteries4Storage werden aus alten E-Auto-Batterien Batteriespeichersystemen entwickelt, um Spitzenlasten abzudecken. (siehe Saubermacher Dienstleistungs AG, 2021)
Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten.
Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen, solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten.
Unter folgenden Bedingungen:
Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.
Nicht kommerziell — Sie dürfen das Material nicht für kommerzielle Zwecke nutzen.
Weitergabe unter gleichen Bedingungen — Wenn Sie das Material remixen, verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.
Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.
Hinweise zur Namensnennung/Zitierweise:
Texte: Autor_innen des Lernfelds/ Fallbeispiel/ Kurswoche, Erscheinungsjahr, Titel des Lernfelds/ Fallbeispiel/ Kurswoche. Hrsg.: e-genius – Initiative offene Bildung, www.e-genius.at”
Bilder: „Name der Rechteinhaberin/des Rechteinhabers/ Name des Fotografen www.e-genius.at“
Haftungsausschluss:
Sämtliche Inhalte auf der Plattform e-genius wurden sorgfältig geprüft. Dennoch kann keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der Inhalte übernommen werden. Der Herausgeber übernimmt keinerlei Haftung für Schäden und Nachteile, die allenfalls aus der Nutzung oder Verwertung der Inhalte entstehen. Die Zurverfügungstellung der Inhalte auf e-genius ersetzt keine fachkundige Beratung, die Abrufbarkeit der Inhalte ist kein Anbot zur Begründung eines Beratungsverhältnisses.
e-genius enthält Links zu Webseiten Dritter. Das Setzen von Links ist ein Verweis auf Darstellungen und (auch andere) Meinungen, bedeutet aber nicht, dass den dortigen Inhalten zugestimmt wird. Der Herausgeber von e-genius übernimmt keinerlei Haftung für Webseiten, auf die durch einen Link verwiesen wird. Das gilt sowohl für deren Verfügbarkeit als auch für die dort abrufbaren Inhalte. Nach Kenntnisstand der BetreiberInnen enthalten die verlinkten Seiten keine rechtswidrigen Inhalte, sollten solche bekannt werden, wird in Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen der elektronische Verweis umgehend entfernt.


