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Akzeptanz gegenüber Windenergie

Gegenüber Windenergie gibt es zwar eine grundsätzliche Akzeptanz, sie ist aber in der Regel nur dann gegeben, solange die Anlage nicht in der Nähe der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses errichtet wird. Besonders Schattenwurf und Geräusche werden als störend empfunden. Abgelehnt werden aber auch Anlagen in unberührten Landschaften oder in der Nähe von Naturschutzgebieten. Daraus resultieren Situationen, die nur durch partizipative Entscheidungsprozesse im Vorfeld gelöst werden können.

Auswirkungen auf Vögel und Insekten

Vögel und Fledermäuse

Windenergieanlagen können sich in zweierlei Hinsicht auf Vögel auswirken: Die Anlagen können einerseits Störungen verursachen, sodass Vögel die Umgebung der Anlagen nicht mehr als Brut- oder Rastplatz nutzen. Andererseits können Vögel und Fledermäuse an Windrädern verunglücken.

Neben Landnutzungsänderungen (Landwirtschaft etc.), dem Straßenverkehr, Fensterscheiben, Katzen und elektrischen Freileitungen bilden auch Windkraftanlagen eine Gefahr für Vögel und Fledermäuse. Allerdings spricht das Argument des Vogelschutzes nicht generell gegen die Nutzung von Windkraft, denn die größeren Probleme lassen sich durch eine richtige Planung vermeiden oder zumindest verringern. Wichtig ist die Auswahl des Standorts und dass Vogelschutzbereiche, seien es Brutstätten oder Nahrungshabitate nicht bebaut werden.

Hinsichtlich der Fledermäuse bietet sich unter anderem an, spezielle Abschaltalgorithmen (sogenannte fledermausfreundliche Betriebszeiten) zu programmieren, die auch standortspezifisch umgesetzt werden könnten (Rudolph, M.; Plappert, M.-L.; Vollmer, C.; 2019). Im deutschen Bundesland Thüringen wurden beispielweise fledermausfreundliche Betriebszeiten (das heißt Abschaltung) umgesetzt:

  • „Im Zeitraum vom 15. März bis zum 31. Oktober,
  • ab einer Stunde vor Sonnenuntergang- bis eine Stunde nach Sonnenaufgang,
  • bei Temperaturen größer gleich 10 °C und
  • Windgeschwindigkeiten kleiner gleich 6 m/s.“ (Rudolph, M.; Plappert, M.-L.; Vollmer, C.; 2019)

Schallentwicklung und Schattenwurf

Die Schallentwicklung ist heute für die Industrie keine große Herausforderung mehr. Voraussetzung ist allerdings, dass die Abstände zu Wohnhäusern eingehalten werden; in der Regel sind das 300 m. Schallreduktionen können auch durch entsprechendes Design (z. B. der Rotorblattspitzen) erreicht werden. Allerdings kann bei Menschen mit einer höheren Sensitivität die Wahrnehmungsschwelle von tieffrequentem Schall (einschließlich Infraschall) niedriger liegen. (siehe Bunz, M.; Lütkehus, I.; Myck, T.; Plaß, D.; Straf, W.; 2016). 

Auch der Schatten von Windkraftanlagen (im Speziellen der sich drehenden Rotorblätter) kann von AnrainerInnen als störend empfunden werden. Um dieses Problem zu vermeiden, erfolgt eine präzise Planung mittels Software, die den Standort der Anlage und damit auch den Schattenwurf definiert.

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