Fernwärme
Weitere Barrieren für die Integration alternativer Wärmequellen
- Es besteht ein erhöhter Abstimmungsbedarf bei Planung, Auslegung, Realisierung, Betrieb und Sanierung von Wärmenetzen aufgrund der erhöhten Komplexität und der steigenden Anzahl von Akteuren, die einzubeziehen sind (z. B. Abwärmelieferanten, Prosumer, Speicherbetreiber).
- Die gegenwärtigen rechtlichen Rahmenbedingungen sind für eine signifikante Erhöhung der Energieeffizienz und des Anteils Erneuerbarer im Wärmenetz nur eingeschränkt geeignet. Das betrifft insbesondere folgende Punkte:
- fehlende Abstimmung der Förderungen auf Bundes- und Landesebene, wie beispielsweise für Ökostrom, für Wärmepumpen oder für Biomasseheizanlagen, und die daraus resultierende Nichtausnützung von Synergien (z. B. Speicherung),
- die rechtlichen Anforderungen zur Vermeidung von Legionellen sind in Österreich restriktiver als in anderen Ländern (z. B. Schweden),
- sich häufig ändernde rechtliche Rahmenbedingungen erschweren die Planungssicherheit für langfristige Großprojekte,
- technische Restriktionen erschweren die Entwicklung von Geschäftsmodellen für die Einspeisung Dritter in das Wärmenetz, den Betrieb von Speichern sowie die Durchführung von Maßnahmen zur Senkung der Rücklauftemperaturen,
- fehlende Finanzierungsanreize für großvolumige Infrastrukturinvestitionen wie z. B. Langzeitspeicher oder große Solaranlagen.

