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Bildung in Technik und Naturwissenschaften
Weitere Quartiersthemen

Verdichteter Raum, öffentlicher/halböffentlicher Raum (Qualität/Quantität)

Obwohl die Dichte einen Schlüsselfaktor zur räumlichen Qualität der smart City darstellt, stellt sie, ein in qualitativer Hinsicht, schwer zu fassendes Phänomen dar. Der Grund hierfür ist in der Wahrnehmung des Menschen gegenüber seiner Umwelt zu suchen. Da unser Empfinden in Bezug auf für uns als angemessen städtisch empfundene Räume kulturell vorgeprägt ist, ist es nicht möglich diesem Phänomen in Form der Darstellung einer einfachen Zahl nahe zu kommen. (Vergleiche Tröger, E., 2014). Die Gestaltung des städtischen Raumes wird von Menschen immer ganzheitlich wahrgenommen und akzeptiert oder eben abgelehnt.

Einen wesentlichen Aspekt zur Akzeptanz der Gestaltung bildet hierbei die Verteilung der Bebauungsdichte im Quartier. Die Verteilung von unterschiedlicher Dichte, also die Gestaltung von Räumen mit hoher Dichte und von Räumen mit niedrigerer Dichte, differenziert den städtischen Raum, erleichtert die Orientierung und letztlich auch die Identifikation mit den jeweiligen Räumen.

Der Wert der Bebauungsdichte selbst wird als Verhältniszahl ermittelt. Sie wird mit dem Verhältnis von Bruttogeschossfläche zu Grundstücksfläche ermittelt. Diese Zahl ist zunächst abstrakt und gibt keine weiterführende Auskunft über die räumlichen Qualitäten des Quartiers.

Will man einen quantitativen Wert zu den zuvor beschriebenen Qualitäten erhalten, müssen die Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten in öffentlich/halböffentlichen Räumen im Verhältnis zur jeweiligen Bebauungsdichte im Quartier beschrieben werden. Die Ermittlung von messbaren Daten zu dieser Beschreibung kann anhand der statistischen Auswertung von Interviews und dem Messen der Aufenthaltsdauer von unterschiedlichen Nutzerinnen und Nutzern im Quartier bewerkstelligt werden.

Die dadurch ermittelten Kennwerte können dann in Folge zur Kartierung der spezifischen Dichte der Quartiersräume, bezogen auf die Aufenthaltsqualität, herangezogen werden. Diese Kartierung stellt damit ein Werkzeug zur Optimierung der Verteilung der jeweiligen Dichten im Quartier dar. Aus dieser Verteilung können in Folge auch die Gestaltungsprinzipien der jeweiligen Gebäudetypologien für den Aus- Um- und Neubau des Quartiers abgeleitet werden.