Bebaute und unbebaute Flächen
Die dichtere städtische Bebauung lebt von ihrer Diversität. Sie weist immer Gebäude sowohl im Zusammenhang mit Ensembles oder Gebäude als Einzelobjekte aus. Für die jeweilige Wirkung im Stadtraum ist das Verhältnis der Gebäude zu bebauten beziehungsweise zu unbebauten Flächen wesentlich. Der Katasterplan oder genauer die betreffenden Bebauungspläne geben nur einen groben Überblick über dieses Verhältnis. Will man jedoch einen möglichst realistischen Eindruck dieser Spezifika des Quartiers gewinnen, ist die Darstellung der Bebauung anhand der Durchlässigkeit des Erdgeschosses auf Geländeebene hilfreich.
Anhand des Nolli-Planes (siehe 11.4 Exkurs Raumbestand) kann auf die Durchlässigkeit der Ebene der Stadt und somit auf potenzielle Bewegungsströme im Quartier geschlossen werden. Diese Betrachtung lässt jedoch keine exakte Aussage über die tatsächlichen Fortbewegungsarten im Quartier zu. Faktisches Wissen um die tatsächlichen Fortbewegungsarten kann nur anhand einer Vor- Ort-Aufnahme ermittelt werden. Eine erste Hilfestellung hierbei bietet das GIS. Anhand dieser Informationen kann bereits eine exakte Kartierung der betreffenden Fortbewegungsarten erstellt werden.
Versiegelte und unversiegelte Flächen
Der zuletzt aufgeführte Punkt ist eine Maßnahme zur Rückführung der versiegelten Flächen in unversiegelte Flächen. Diese Rückführung kann in mehrfachen Hinsichten positive Auswirkungen auf das Quartier haben. Der wahrscheinlich bedeutsamste ist die Optimierung des Mikroklimas (Siehe Unterpunkt: Städtisches Mikroklima). Um einen tatsächlichen Eindruck über den Anteil der versiegelten Flächen des Quartiers zu bekommen ist wiederum das GIS und die Vor- Ort Aufnahme hilfreich.
Nach diesen Informationen werden diese Flächen in die Quartierspläne eingetragen. Diese sind dann nach der Entwicklung des Mobilitätskonzepts die Grundlage zur Rückführung von versiegelten Flächen zu Grünflächen.

